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Wir halten uns an den Händen. Du stehst vor mir, eine Träne rollt sanft über deine Wange. Lang hab ich dich nicht mehr weinen sehen. Du drückst dein Kinn gegen deinen großen Adamsapfel, der dich seit Urzeiten stört. Ein leises Schluchzen entflieht meinem Mund. Der Saal bleibt still, das Klatschen bleibt heute aus. Ich gehe Schritt für Schritt auf die Tür zu, während ich deinen Blick auf meinem Rücken spüre.
19.9.12 20:40


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Eine oder mehr Übungen.

Das Autofenster
Eins. Lächelnd zieht der warme Wind an meinen braunen Händen entlang. Der Seitenspiegel ist grün, voller Bäume. Meine langen Haare verknoten sich, während meine Sonnenbrille sanfte Sonnenstrahlen reflektiert.
Zwei. "Warum fängst du schon wieder damit an?" Meine schweißnassen Beine zittern, mein Herz rast unmerklich. "Ich wollte es doch einfach nur nochmal aufn Punkt bringen, Mensch.Reg dich mal nicht so auf." "Ich reg mich doch gar nicht auf, es ist nur so scheißewarm in dieser Konservendose."
Drei. "Rose?" "Nein." Ziehst lachend das Ding unter meiner Nase weg, das so lustig im lauen Wind schwingt. "Tulpe?" "Woher sollte ich denn jetzt eine Tulpe haben?" "Keine Ahnung, aber sags mir, was ist es?" "Guck hin." "Ich nehme die Krawatte von meinem Kopf und versinke in Blüten voller Zärtlichkeit.

3.9.12 18:39


Flip a coin.

Der Boden unter ihr ist schon nass, als sie sich niederlässt. Ihre Haare hängen strähnig über ihren dünnen Schultern, der Mantel kann die kantigen Knochen nicht verbergen. In ihrem eingefallenen Gesicht kann man keinen Ausdruck erkennen. Die Beine hat sie sporadisch von sich gestreckt, ihre Stiefel wirken im Vergleich zu ihrem Mantel grob. Sie beginnt, sich zu kratzen. Erst an den Handgelenken. Ihnen kann man ansehen, dass die Haut nicht zum ersten Mal gewollt aufgerissen wird. Kleine Blutstropfen kommen zum Vorschein, während sie sich immer wieder nach links und nach rechts umschaut, auf etwas zu warten scheint. Eine Dame in Nonnentracht beugt sich über sie und versucht, ihr eine kleine Karte und eine Flasche Wasser zu geben, doch das Mädchen schlägt diese mit einer Bewegung aus. Die Dame schüttelt den Kopf und setzt ihren Weg fort, keine 3 Meter weiter sitzt schon der nächste Bedürftige. Ein Mann betritt den Schauplatz, das Mädchen sieht ihm mit aufgerissenen Augen entgegen, man könnte fast meinen, ein getrübtes Strahlen zu erkennen. Sie versucht, sich zu erheben, doch er reißt sie schon am Arm hoch und schleift sie hinter sich her. An der nächsten Ecke sind sie verschwunden. Eine Münze fällt zu Boden.

11.7.12 20:33


Einfach.

Sechs Uhr dreißig. Ich stehe auf, pünktlich. Das Outfit für heute liegt bereits auf meinem Stuhl. Ich sitze auf der Bettkante und versuche, die Müdigkeit aus meinen Augen zu reiben. Mein linkes Bein schläft in dieser Zeit wieder ein. Wie gern. Ich unterbreche den Gedanken, bevor ich ihn ausdenken kann. Humple ins zu grelle Badezimmer, in dem meine Zahnbürste schon auf mich wartet. Hätte ich dich. Stopp. Die Zahnpasta ist fast leer, ich muss daran denken, heute neue zu kaufen. Das Brot ist trocken und alt, jeder der 7 Joghurts abgelaufen. Die Kaffeemaschine brummt, während ich die erste und bei Gott nicht letzte Zigarette anmache. Der Postbote kommt. Keine Briefe, keine Werbung, kein Päckchen für mich. Schon wieder. Doch wieder. Nein. Schiebe den Riegel wieder vor die Tür, erwarte niemanden. Lese ein Buch, höre eine der Schallplatten meiner Mutter. Wie weit. Ermahne mich selbst, auf die Musik zu achten. Nehme meinen Laptop auf den Schoß, um das World Wide Web nach einer Biografie zu durchforsten. Muss ich noch. Klappe den Bildschirm zu, als ich schon fast da bin. Nehme in letzter Sekunde meine Schlüssel und meinen Mantel, blicke mich um. Gehen. Es fehlt. Du fehlst.

 

11.7.12 20:09


Splitter. (Ein Anfang)

Die Straße scheint endlos lang. Die Lichter sind schon angegangen, verfrüht, denn die Sonne scheint nach wie vor und will sich nicht in ihr Nachtlager zurückziehen. Ein kleines Kindergefährt rattert das Kopfsteinpflaster entlang, Lachen erfüllt jeden Quadratzentimeter Luft, überall ist es zu hören. Die Menschen strecken ihre Köpfe aus den Fenstern oder betreten den Balkon, um ihre Neugierde zu stillen und den Ursprung des durchdringenden Lachens zu finden. Sie grinsen, wenn sie ihn entdeckt haben. Eine kleine Wolke zieht am Himmel vorbei und bedeckt für einige Minuten die Strahlen. Ein frischer Wind zieht auf, doch die Hitze scheint stillzustehen. Ich trotte den Bürgersteig entlang, obwohl bislang nur 2 Autos die Straße passiert haben. Die hände halte ich verborgen in meinen Jackentaschen, lachen kann ich heute nicht. Ein Roller fährt zu schnell an mir vorbei, zu schnell biegt er rechts ab und verliert fast die Kontrolle. Wie oft ich schon hier entlanggelaufen bin, weiß ich nicht mehr, und das „Warum“ würd ich gern vergessen, doch es geht nicht. Deswegen stelle ich mich erneut auf die andere Straßenseite und betrachte das rote Ziegelsteinwerk wie einen Grabstein. Dein Nachname steht groß an der Haustür, doch dein Vorname ist schon längst vom Klingelschild verschwunden, wie deine Eltern es geschafft haben, weiß ich nicht. Ich spreche nicht mehr mit ihnen. Damals haben wir noch ab und an telefoniert, sie haben sich um mich gesorgt und ich mich um sie, doch die Zeit ist schon seit einer Weile vorbei. Es fällt mir schwer, dich aus meiner Welt zu verbannen, schwer ist es, nachts nicht von dir zu träumen. Manchmal bilde ich mir ein, du würdest mir Botschaften zukommen lassen, weil sich deine Hand auf meiner Wange so real anfühlt oder du so alltägliche Floskeln wie „Ach, was“ verwendest. Wenn ich wieder aufwache, bist du trotz Hand und Floskeln nicht da, dein Geruch hat sich schnell verflüchtigt. Als der Vorhang deines Hauses sich bewegt, trete ich schweren Schrittes meinen Rückweg an, obwohl ich weiß, dass er nicht direkt zur Wohnung führt. Ich stehe still vor dir und weine, obwohl ich mir jedes Mal schwöre, dass es diesmal das letzte Mal ist, dass jetzt genug ist.

10.7.12 19:28


Ein Zug.

Er atmet tief ein. Tiefer, bis es nicht mehr geht. Für einen kurzen Moment scheint es, als würde er das Bewusstsein verlieren, die Augen schließen sich, ein Schauer läuft ersichtlich durch seinen Körper, lässt ihn vibrieren. Noch nie gefühlt. Er versucht zu vergessen, was nicht vergessen werden kann. Der Rauch verlässt in einem dunstigen Schwall seinen Mund. Es fliesst, sowie die Erinnerungen an sie zerfliessen sollen. Die seltenen Momente, die er noch nicht losgelassen hat, spucken in seinem Kopf umher wie ungebetene Geister. Eine Tür fällt zu. Er versucht, sich nicht an ihr Gesicht zu erinnern, nicht an ihr Lächeln zu denken, doch es will ihm nicht gelingen. Seine Lippen imitieren die ihren, wie jedes Mal. Jemand beginnt, laut zu lachen. Eine Hand versucht, das Lachen aufzuhalten, doch es fliegt über sie hinweg und schmückt den Raum. Er atmet ein.

 


10.7.12 19:01


Noch nicht.

Müde. Müde vom Schlafen. Kaum aus dem Bett gefallen. Vielleicht später. Später, wenn es vorbei ist. Wenn sie nicht mehr ist, später. Kriecht zurück. Versuchts, mit der Faust. Die Decke ist zu weich. Kein Schmerz, der sie weckt. Mit der flachen Hand, versuchts. Krallt sich ans Kissen. Es gibt nach, kein Halt. Keine Grenze. Sie würgt. Doch nichts, nicht mal Galle. Die Bilder. Es beginnt. Schließ die Augen. Halt sie zu. Die Fingernägel vergraben sich in der Stirn. Summ. Summ die Angst weg. Hol deine Schatulle, öffne sie. Der Finger knickt um, knack. Die Beine vergessen. Es sinkt in sich zusammen. Schlaf.


10.7.12 18:20


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