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Splitter. (Ein Anfang)

Die Straße scheint endlos lang. Die Lichter sind schon angegangen, verfrüht, denn die Sonne scheint nach wie vor und will sich nicht in ihr Nachtlager zurückziehen. Ein kleines Kindergefährt rattert das Kopfsteinpflaster entlang, Lachen erfüllt jeden Quadratzentimeter Luft, überall ist es zu hören. Die Menschen strecken ihre Köpfe aus den Fenstern oder betreten den Balkon, um ihre Neugierde zu stillen und den Ursprung des durchdringenden Lachens zu finden. Sie grinsen, wenn sie ihn entdeckt haben. Eine kleine Wolke zieht am Himmel vorbei und bedeckt für einige Minuten die Strahlen. Ein frischer Wind zieht auf, doch die Hitze scheint stillzustehen. Ich trotte den Bürgersteig entlang, obwohl bislang nur 2 Autos die Straße passiert haben. Die hände halte ich verborgen in meinen Jackentaschen, lachen kann ich heute nicht. Ein Roller fährt zu schnell an mir vorbei, zu schnell biegt er rechts ab und verliert fast die Kontrolle. Wie oft ich schon hier entlanggelaufen bin, weiß ich nicht mehr, und das „Warum“ würd ich gern vergessen, doch es geht nicht. Deswegen stelle ich mich erneut auf die andere Straßenseite und betrachte das rote Ziegelsteinwerk wie einen Grabstein. Dein Nachname steht groß an der Haustür, doch dein Vorname ist schon längst vom Klingelschild verschwunden, wie deine Eltern es geschafft haben, weiß ich nicht. Ich spreche nicht mehr mit ihnen. Damals haben wir noch ab und an telefoniert, sie haben sich um mich gesorgt und ich mich um sie, doch die Zeit ist schon seit einer Weile vorbei. Es fällt mir schwer, dich aus meiner Welt zu verbannen, schwer ist es, nachts nicht von dir zu träumen. Manchmal bilde ich mir ein, du würdest mir Botschaften zukommen lassen, weil sich deine Hand auf meiner Wange so real anfühlt oder du so alltägliche Floskeln wie „Ach, was“ verwendest. Wenn ich wieder aufwache, bist du trotz Hand und Floskeln nicht da, dein Geruch hat sich schnell verflüchtigt. Als der Vorhang deines Hauses sich bewegt, trete ich schweren Schrittes meinen Rückweg an, obwohl ich weiß, dass er nicht direkt zur Wohnung führt. Ich stehe still vor dir und weine, obwohl ich mir jedes Mal schwöre, dass es diesmal das letzte Mal ist, dass jetzt genug ist.

10.7.12 19:28
 


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